Ich nehme Anteil. Khaleds Tod betrifft uns alle

Die Nachricht vom Mord an Khaled Idris war wie für viele ein Schock für mich. Ein solches Gewaltverbrechen ist für uns alle schwer zu verarbeiten. Auch wenn es einige Kritik an der bisherigen Arbeit gab, gehe ich davon aus, dass die Polizei alles daran setzt, die Todesumstände schnellstmöglich aufzuklären.

Dass den Hoffnungen des 20-jährigen Khaled, dem die Flucht aus dem Schreckensregime Eritreas nach Deutschland gelang, ein so jähes Ende bereitet wurden, stimmt mich fassungslos. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden des jungen Mannes. Ich hoffe, dass sie alle Unterstützung erfahren, die sie in dieser Situation brauchen.

Das persönliche Bedürfnis nach einer Erklärung lässt sich nur schwer vermeiden. Dennoch bitte ich bei allen Spekulationen um Besonnenheit, auch wenn viele bereits an ein ausländerfeindliches Motiv denken.

Ich habe wahrgenommen, dass der Zulauf der Pegida-Demonstrationen zu großer Besorgnis bei Asylbewerberinnen und Asylbewerbern geführt hat. Jenen Menschen, die unter dem aufgeheizten Klima in dieser Stadt leiden und mittlerweile Unsicherheit und Angst verspüren, möchte ich meine volle Unterstützung zusichern. Das habe ich auch gestern bei der ersten Mahnwache am Jorge-Gomondai-Platz getan.