Ehrenamtliche HelferInnen des sächsischen Katastrophenschutzes stärken

Dass Katastrophenschutz wichtig ist, wird wohl niemand ernsthaft bestreiten. Aber es gibt Probleme. Die KatastrophenschützerInnen erhalten zwar wie die KollegInnen bei der Freiwilligen Feuerwehr Lohnausgleich im Katastrophenfall, aber es gibt nur unzureichend finanzielle Unterstützung für den Unterhalt der landeseigenen Fahrzeuge und bei der Unterbringung von Mannschaft und Ausrüstung. Um das zu erreichen organisieren sich gerade über 2500 KatastrophenschützerInnen online unter dem Titel „Status6 – Helfergleichstellung in Sachsen“. „Status6“ heißt bei Polizei, Feuerwehr und Co. soviel wie „nicht einsatzbereit“. Mit einer gleichnamigen Petition soll die juristische Gleichstellung und bessere Ausstattung erreicht werden. Die von Ehrenamtlichen getragene Initiative wird auch von den Hilfsorganisationen offiziell unterstützt.

Auf deren Einladung fand Ende Juni ein erstes Gespräch mit Innen- und Finanzpolitikern und dem Innen-Staatssekretär im Landtag statt. Der SPD-Abgeordnete Albrecht Pallas begrüßte den Dialog als notwendig, um die Probleme zu lösen. Für ihn bietet sich in den bald beginnenden Haushaltsverhandlungen für 2019/20 eine Gelegenheit, um die finanzielle Ausstattung zu verbessern. Außerdem wolle die CDU-SPD-Koalition noch in dieser Wahlperiode das Gesetz über den Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz in Sachsen verändern. Da könne die Helfergleichstellung erreicht werden. Pallas formulierte als Ziel, dass in Zukunft alle Ehrenamtlichen gleich behandelt werden und mit ausreichend Ausstattung ihrer wichtigen Arbeit nachgehen können sollen. Die Gespräche sollen weiter gehen. Sie werden aber nur dann ein Erfolg, wenn alle betroffenen Stellen und Ebene beteiligt sind. Den Kommunen kommt dabei eine besondere Rolle zu, deswegen sind sie auch zuvorderst an dem nun gestarteten Dialog unbedingt zu beteiligen.