Unterbringung 39. Grundschule am Gymnasium Plauen gefährdet Unterricht und Hortbetreuung

Kommunales


Plauener Stadtrat Albrecht Pallas

In einer Pressemitteilung informierte heute die Landeshauptstadt Dresden, dass für die Zeit der Bautätigkeit an der 39. Grundschule die Schüler weiterhin am Gymnasium Plauen untergebracht werden sollen.

Albrecht Pallas (SPD), Stadtrat aus Dresden-Plauen, sagte dazu:
"Mir ist schleierhaft, dass die Stadtverwaltung diese Variante als Patentlösung anpreist. Noch vor Wochen wurde gesagt, dass eine

Unterbringung der Grundschüler am Gymnasium nur geht, weil die 12. Klassen nicht mehr unterrichtet werden mussten.
Bei dieser "Lösung" sehe ich ernsthaft die Hortbetreuung aber auch die Unterrichtsgestaltung in den ohnehin überfüllten Klassen in Gefahr. Wäre es nicht auch denkbar gewesen, die 39. in das Gebäude des ehemaligen Löffler-Gymnasiums einziehen zu lassen? Das ist durch den Auszug des Vitzthum-Gymnasiums zum Schuljahresende quasi noch warm. Dort hätten die Grundschüler dann ausreichend Platz, müssten allerdings hingefahren werden."

Die 39. Grundschule musste im Mai baupolizeilich gesperrt werden, weil ein Riss in einem Flurgewölbe zu gefährlich wurde. Die Reparatur soll bis Dezember 2010 abgeschlossen sein und 800.000 € kosten.
Stadtrat Pallas dazu: "Wie kürzlich von der Verwaltung im Ortsbeirat Plauen eingeräumt wurde, wäre die Sperrung zu verhindern gewesen, wenn die 39. komplex und nicht teilsaniert worden wäre. Hier wurde an der falschen Stelle gespart. Das Schicksal der 39. Grundschule sollte die Verwaltung und alle Stadträte warnen, bei den anstehenden Haushaltsverhandlungen die Mittel für Schulsanierung zu kürzen."

PM der Stadt Dresden vom 23.06.2010:

Unterbringung 39. Grundschule für die Bauzeit weiterhin am Gymnasium Plauen

Für die weitere Unterbringung der Schülerinnen und Schüler der 39. Grundschule, die aufgrund von Rissschäden gesperrt werden musste, hat die Landeshauptstadt Dresden eine Lösung gefunden. Wie schon in den letzten Schulwochen des laufenden Schuljahres bleiben die Kinder im Haus II des Gymnasiums Plauen, im Schulgebäude Schleiermacherstraße 8/10. Eine Auslagerung der Grundschule an einen anderen, dann zwingend entfernt liegenden Standort, wird so im Interesse der betroffenen Grundschüler vermieden.
Die Grundschule nutzt im Haus II eine Etage des Gymnasiums und die Hortetage. Bis zur Rückkehr in das Grundschulgebäude müssen die Horträume auch als Unterrichtsräume genutzt werden. Der Unterricht der 6. Klassen des Gymnasiums wird weiterhin an das Stammhaus verlagert. Die neuen 5. Klassen des Gymnasiums werden im Haus II unterrichtet. Dieser Kompromiss entstand in enger Zusammenarbeit mit der Schulleiterin der 39. Grundschule und dem Schulleiter des Gymnasiums Plauen. Beide Schulen und der Hort nehmen mit dieser Lösung einen erhöhten Koordinationsaufwand in Kauf, können aber einen weitestgehend geordneten und qualitätsgerechten Ablauf des Unterrichts und der Hortbetreuung zusichern. Die Landeshauptstadt bedankt sich für die Unterstützung durch die Schulen und den Hort in dieser schwierigen Situation.

Die gesperrte 39. Grundschule auf der Schleiermacherstraße 8 in Dresden Plauen muss aufwendig repariert werden. Durch diese umfangreiche Sanierung das Schulgebäude ist es nicht möglich, die 39. Grundschule, wie ursprünglich geplant, mit Beginn des Schuljahres 2010/11 wieder in Betrieb zu nehmen. Die Baumaßnahmen werden bis Dezember 2010 andauern. Die Kosten betragen voraussichtlich 800 000 Euro.

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